CDU-Königsdorf ist gegen eine Pförtnerampel

Die CDU-Königsdorf sowie die Königsdorfer Kreistags- und Stadtverordneten lehnen die von der Stadt Köln vorgestellten Pläne für eine Pförtnerampel an der westlichen Kölner Stadtgrenze vehement ab. Sollten diese Vorstellungen Wirklichkeit werden, bleiben zu den Stoßzeiten große Teile der Pendler aus dem Rhein-Erft-Kreis ausgesperrt, verstopfen die Zufahrtstraßen und müssen sich zwangsläufig alternative Wege suchen. Für den Stadtteil Königsdorf, der nach dem Willen der CDU u.a. mit dem neuen Autobahnanschluss vom Durchgangsverkehr entlastet werden soll, bedeutet das im Gegenteil eine zusätzliche Belastung.

„Es ist kaum zu glauben, dass die Stadt Köln ein solches Vorhaben präsentiert, ohne auch nur mit den benachbarten Kommunen gesprochen zu haben. Das zeugt von einer unfassbaren Ignoranz gegenüber den Belangen der Rhein-Erft-Kommunen. Die CDU-Königsdorf wird sich mit Kräften gegen die jetzt vorgestellten Pläne zur Wehr setzen. Das kann nicht das letzte Wort sein. So geht man nicht mit Nachbarn um!“, erklärt Stefan Hoss, Vorsitzender der CDU-Königsdorf.

Durch die „Anti-Auto“-Ampel an der Aachener Straße/Bonnstraße in der Hauptverkehrszeit morgens zwischen 7 Uhr und 9 Uhr wird Königsdorf zum Nadelöhr, wenn statt bislang 1200 Autos pro Stunde nur noch 700 durch diese rote Pförtnerampel durchgelassen werden. Stefan Hoss weiter: „Viele Menschen, die in Köln ihren Arbeitsplatz haben, dort einkaufen oder Restaurants besuchen, leben in Königsdorf und Umgebung. Die Stadtgrenze wie zu Mittelalterzeiten quasi abzusperren, trifft diese Bürger ebenso wie die Kölner Arbeitgeber, Gastronomen und Einzelhändler unmittelbar. Politik hat den Auftrag, Lösungen für die Bürger zu erarbeiten, nicht Sackgassen zu zimmern! Die Idee einer Pförtnerampel ist keine Politik, sondern eine Politikverweigerung. Wenn die Stadt Köln meint, ihre Probleme ins Umland auslagern zu können, ist sie schief gewickelt. Denn in Wahrheit ist damit kein einziges Problem gelöst.

Der CDU-Ortsverband, die Königsdorfer CDU-Stadtverordneten Stefan Hoss, Thomas Koppers, Gerd Koslowski und Angelika Münch sowie der Königsdorfer Kreistagsabgeordnete Thomas Okos fordern gemeinsam:

  • Die Pläne für eine Pförtnerampel müssen von der Stadt Köln sofort auf Eis gelegt werden. Es dürfen keine Fakten geschaffen werden, die unumkehrbar sind.
  • Die Stadt Köln muss zügig Gespräche aufnehmen mit Frechen und den anderen Nachbarkommunen. Voraussetzung für den Start einer Express-Buslinie ist ein regionales Mobilitätskonzeptes, das den Verkehr ganzheitlich in der Region strukturiert.
  • Bevor die Express-Buslinie in Köln aufgenommen werden kann, muss der P+R-Platz am Mobilitätskreuz Weiden-West ausgebaut sein. Es geht nur in dieser Reihenfolge. Der Parkplatz ist heute vollständig überlastet und kann keine weiteren Kapazitäten aufnehmen.
  • Der Autobahnanschluss an die A4 westlich von Königsdorf muss mit Nachdruck vorangetrieben werden. Darauf werden wir bei Land und Bund hinwirken. Weitere Verzögerungen sind nicht hinnehmbar. Die Königsdorfer werden schon zu lange vertröstet.