DHL kommt nach Frechen

rathaus_quer[1]Frechen ist dank seiner verkehrsgünstigen Lage einer der stärksten Wirtschaftsstandorte in der Region. Das Interesse der Unternehmen sich in Frechen anzusiedeln, ist nach wie vor ungebrochen. Nun zieht das weltweit operierende Logistikunternehmen DHL ins Gewerbegebiet an der Europaallee.

„Wir begrüßen die Ansiedlung dieses namhaften Markenunternehmens und freuen uns besonders darüber, dass 120 neue Arbeitsplätze in Frechen entstehen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Cornel Lindemann-Berk. Doch neben diesem positiven Aspekt sieht die CDU Frechen der Ansiedlung auch kritisch entgegen. „In Frechen sind Gewerbeflächen knapp und wir haben uns schon vor Jahren dafür ausgesprochen, auf weitere Ansiedlungen von Logistikunternehmen zu verzichten“, so Lindemann-Berk.

Allerdings habe die Politik keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, das DHL nach Frechen zieht. Denn das Grundstück gehöre einem privaten Investor. Die Verwaltung habe alles sorgfältig und hinreichend geprüft. „Die Prüfung durch die Verwaltung hat ergeben, dass die DHL Ansiedlung den Festlegungen des gültigen Bebauungsplanes entspricht“, so Lindemann-Berk.

Neben dem hohen Flächenverbrauch werde sich die Ansiedlung von DHL auch auf das aktuelle Verkehrsaufkommen im Gewerbegebiet Lindemann-Berk Cornel P neuEuropaallee auswirken. „Deshalb muss der geplante vierspurige Ausbau der Bonnstraße und der Ausbau der Anschlussstelle Frechen auf die A 4 zügig begonnen und durchgeführt werden“, bittet Lindemann-Berk. Im Frühjahr lagen die Ausbaupläne öffentlich im Rathaus aus. Die nächsten Schritte müssten nun eingeleitet werden. „Verzögerungen wie beim Neubau der L 361 westlich von Königsdorf dürfen wir uns hier nicht erlauben“, appelliert Lindemann-Berk.

Keine weiteren Logistikunternehmen nach Frechen

Bei zukünftigen Gewerbegebieten hält die CDU Frechen hält es nach wie vor für sinnvoll und erstrebenswert auf weitere Ansiedlungen von Logistikunternehmen zu verzichten, um die Verkehrsbelastung nicht weiter zu erhöhen. Ziel sei es, den Wirtschaftsstandort Frechen weiter aufzuwerten. „Schon im Koalitionsvertrag haben wir festgelegt, sparsam mit dem Flächenverbrauch umzuge­hen und auf ökonomische und ökologische Lösungen bei der Weiterentwicklung vorhandener Gewerbe­flächen zu setzen“, sagt die CDU-Stadt- und Kreistagsabgeordnete Sylvia Knecht.

Knecht, Sylvia P neuDiesen Mehrheitswillen im Rat der Stadt Frechen hat der Investor jedoch ignoriert. „Diese Ansiedlung ist von uns so nicht gewollt“, so Knecht weiter. Deshalb müsse man jetzt auch schon für die Zukunft planen. Derzeit werde über ein kreisweites Gewerbeflächenentwicklungskonzept beraten. Dabei wurden drei mögliche neue Gewerbestandorte in Frechen untersucht.

Die CDU-Frechen favorisiert den Vorschlag eines neuen Gewerbegebietes an der Fabrik Wachtberg. „Wir müssen dann auch die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen, das dort künftig nur Firmen mit einer hohen Wertschöpfung hinziehen“, fordert Knecht. „Wir wollen künftig auf innovative, kreative und ökologisch vertretbare Unternehmen setzen. Dabei sind Arbeitsplätze wichtiger als der Flächenverbrauch“.