Kaum Glyphosat auf städtischen Flächen

Der umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat soll Ende 2023 in Deutschland verboten werden. Das hat das Bundeskabinett angekündigt, ein entsprechendes Gesetz soll in den kommenden Monaten folgen. Doch schon vorher soll die Anwendung von glyphosat-haltigen Mitteln deutlich eingeschränkt werden. Geplant ist bereits ab 2020 die Verwendung für Haus- und Kleingärten und öffentliche Flächen wie Parks zu untersagen. Außerdem soll die Nutzung vor der Ernte für Landwirte deutlich verringert werden.

 

In Frechen besitzt die Stadt etwa 8,6 Hektar Ackerland. Die Pachtlaufzeiten betragen mindestens ein Jahr und höchstens zwölf Jahre. Sie verlängern sich automatisch um ein bis acht Jahre, wenn sie nicht gekündigt werden. Das sind Antworten auf eine Anfrage der CDU-Fraktion zum Thema Glyphosat. Auf die wichtigste Frage, wie u. a. der Einsatz des Unkrautvernichters schon vor 2023 reduziert werden kann, antwortete die Verwaltung: „Auf den städtischen Flächen ist der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden schon jetzt nicht gestattet. Bzw. auf ein erforderliches Mindestmaß beschränkt“.

Mehr Insektenschutz

„Wir freuen uns, dass die Stadt und deren Pächter schon jetzt verantwortungsvoll mit Glyphosat und anderen Pestiziden umgehen“, sagt der CDU Stadtverordnete Stefan Hoss. „Uns ist es wichtig, Insekten zu schützen, um die Artenvielfalt auch in Frechen zu bewahren“, so Hoss weiter. Die CDU-Fraktion hatte ja bereits im Juni darum gebeten, einzelne Flächen in allen Frechener Ortsteilen für das Ansäen von Blühwiesen vorzubereiten. „Eine Idee dabei, mit Blühwiesen alle Frechener Stadtteile miteinander zu verbinden“.

„Uns ist es wichtig, Insekten zu schützen, um die Artenvielfalt auch in Frechen zu bewahren“, sagt Stefan Hoss. „ Die CDU hat bereits schon erfolgreich Wildkräutermischungen ausgesät, zum Beispiel in Hücheln und Bachem“. Darüber hinaus hat die CDU-Fraktion im Juni darum gebeten, weitere einzelne Flächen in allen Frechener Ortsteilen für das Ansäen von Blühwiesen vorzubereiten.