Sep 16

Ideen für die Frechener Fußgängerzone gefragt

baeume-innenstadt2Der Frechener Fußgängerzone steht ein Kahlschlag bevor. Diesen Eindruck kann man derzeit in Frechen gewinnen, wenn man so manchen Presseartikel, so manche Pressemitteilung oder einer Online-Petition liest. „Doch hier werden bewusst falsche Behauptungen aufgestellt“, ärgert sich die Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen Miriam Erbacher: „Aus unserem gemeinsamen Antrag kann jeder entnehmen, dass wir – CDU, FDP und Bündnis 90, die Grünen – uns weiter für eine grüne Fußgängerzone einsetzen“. Zentrales Ziel aller drei Parteien ist es, die Qualität der Fußgängerzone zu sichern und zu steigern. Dabei geht es auch um den Erhalt der Bäume.

Doch wer sich die Allee genauer anschaut, stellt fest, dass nicht mehr alle Kugelahorne gesund sind. „Es gibt bereits Lücken und etliche Bäume sind beschädigt“, so Erbacher. Leider wurde bei der Erstbepflanzung zu wenig auf die Eignung der Baumart für den Standort und ausreichend große Pflanzlöcher geachtet. Diese Lücken könnte man nach und nach auch mit einer geeigneteren Baumart neu bepflanzen. „Bevor wir jedoch über eine mögliche künftige Gestaltung der Baumallee entscheiden können, benötigen wir noch umfangreiche Informationen und vor allem tragfähige Finanzierungskonzepte. Das dauert und deshalb kümmern wir uns frühzeitig darum“, so Erbacher.

Rückkehr zum sachlichen Dialog

Niemandem ist damit gedient, Horrorszenarien von radikalen Fäll-Aktionen aufzustellen. „Wir müssen dringend wieder zu einem sachlichen Dialog zurückkehren“, regt der Fraktionsvorsitzende der CDU, Cornel Lindemann-Berk an. Dazu ist ein runder Tisch des Frechener Aktivkreises im Alten Ratssaal des Rathauses geplant. Der soll am 19. Oktober 2016 um 18 Uhr stattfinden. Dort sollen möglichst alle Betroffenen ihre Standpunkte und Ideen einbringen. Die Vorsitzenden der Frechener Ratsfraktionen sind explizit dazu eingeladen worden.

„Wir wissen, dass es eine Vielzahl unterschiedlicher Interessen und Akteure gibt. Wir sind sehr an deren Meinung interessiert und wollen diese beim weiteren Vorgehen berücksichtigen. Wir hoffen auf eine sehr gute Beteiligung am runden Tisch“, sagt Susanne Kayser-Dobiey, Fraktionsvorsitzende der FDP-Ratsfraktion. „Wir wollen eine Lösung, die von allen Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt getragen wird“, verspricht Kayser-Dobiey.

Dabei geht es um weit mehr als um Bäume. „Es geht auch um eine zeitgemäße, moderne, zukunftsorientierte und grüne Innenstadt“, bekräftigt Cornel Lindemann-Berk. Und dazu sind jede Menge Ideen und konstruktive Anregungen gefragt. Wir gehen davon aus, dass der runde Tisch hier erste Impulse setzen wird. Und es ist auch klar, es ist erst der Anfang eines Dialogs, dem weitere Treffen folgen werden.