Nov 29

Investitionen in ein lebenswertes Frechen

Frechen wächst und entwickelt sich stetig. Dafür müssen in der Stadt aber zahlreiche Voraussetzungen geschaffen werden. Die Koalition aus CDU, FDP und Grünen hat nun deutliche Akzente gesetzt. „Wir sind uns in der Koalition einig. Wir wollen ein lebenswertes Frechen, in dem sich die Bürgerinnen und Bürger wohl und sicher fühlen“, sagt Stefan Hoss von der CDU. Dazu gehören unter anderem eine attraktive Innenstadt samt Fußgängerzone sowie eine Weiterentwicklung der einzelnen Ortsteile. Im Haushalt 2018 werden dafür Mittel ein- und somit die Weichen für die Zukunft gestellt.

In einem ersten Schritt soll beispielsweise das Gesamtbild der Hauptstraße erneuert werden, in dem unter anderem einheitliche Bänke und Mülleimer sowie Spielgeräte für jedes Alter aufgestellt werden. Dazu wünscht sich die Koalition die Erarbeitung eines Planungskonzeptes für die Hauptstraße. Und schließlich soll die Sicherheit in der Innenstadt erhöht werden, durch mehr Streifen des Ordnungsamtes. Auch in die Abendstunden hinein. „Die Frechener sollen wieder gerne in ihre Fußgängerzone kommen“, so Hoss. Für die Entwicklung der Stadtteile Bachem, Buschbell und Königsdorf stehen nun mehr als 250.000 Euro zur Verfügung.

Verkehr und Verwaltung

Ein weiterer Schwerpunkt der Investitionen ist der Verkehr. „Wir wollen Frechen vor allem für Fußgänger und Radfahrer sicherer machen. Dazu brauchen wir ein gut ausgebautes Verkehrsnetz für beide“, sagt Miriam Erbacher von den Grünen. Konkret heißt das unter anderem, mehr Personal in den Bereich der Radverkehrsplanung. Außerdem sollen die Ideen aus dem Verkehrsentwicklungsplan möglichst schnell umgesetzt werden. „Außerdem möchten wir, dass die Bäume in unserer Stadt regelmäßig gepflegt und bei Bedarf zügig nachgepflanzt werden. Hier besteht Verbesserungsbedarf“, so Erbacher.

Neben den kurzfristigen Investitionen wollen die drei Parteien aber auch eine langfristige, positive Entwicklung Frechens erreichen. Dies soll aber nicht zufällig geschehen, sondern an einer Vision ausgerichtet sein. Eine Vision, die beschreibt, wie unser lebenswertes Frechen in 20 oder 30 Jahren aussehen soll. „Dies wird in einem Masterplan festgelegt, der die Richtschnur für alle künftigen Planungen bildet“ sagt Susanne Kayser Dobiey von der FDP. „Bei allen Vorhaben kommt der Verwaltung eine Schlüsselrolle zu. Sie muss für ihre Arbeit über ausreichende Kapazitäten und Ausstattung verfügen um ihre Aufgaben in angemessener Zeit erledigen zu können“.

Eine ganz wichtige Herausforderung dabei ist die Digitalisierung. Die Verwaltung muss bürgernah, effizient und zukunftsweisend aufgestellt werden. „Den begonnenen Weg der Digitalisierung sollten wir planvoll und unbeirrt fortsetzen, um ein Mehr an Effizienz zu erreichen, die der Verwaltung selber und den Bürgern zugutekommt“, meint Kayser Dobiey.

Viele weitere Maßnahmen sind im kommenden Haushalt festgelegt worden. Hier ein Auszug:

  1. Mehr Sicherheit im Innenstadtbereich
    Die Koalition bat die Verwaltung zu klären, ob mehr Streifengänge, auch in den Abendstunden, mit dem jetzigen Personal machbar sind. Als Ergebnis der Diskussion im HPFA wurden Mittel für zwei weitere Teilzeitkräfte im Ordnungsdienst eingestellt.
  2. Verkehrsentwicklungsplan VEP
    Umsetzung der Fahrradmaßnahmen des VEP haben Priorität
    Konkret: Der Priorisierung des Fuß- und Fahrradverkehrs im VEP muss auch der Einsatz des Personals im erforderlichen Umfang folgen.
    Auftragsvergabe an externe Fachbüros.
  3. Baumersatzpflanzungen
    Die bislang erfolgten Ersatzpflanzungen konnten die aufgelaufenen Verluste an gefällten Bäume bei weitem nicht kompensieren. Vor allem mangelt es auch hier an Planungskapazitäten in der Verwaltung. Forderung: konkrete Ersatzpflanzungen in 2018
  4. Bio-Diversität im Stadtgebiet
    Themenschwerpunkt Bio-Diversität (biologische Vielfalt) im Stadtgebiet incl. pädagogischer Begleitung z.B. für Umweltschutztage.
  5. Fahrzeuge mit Elektroantrieb
    Den Umstieg auf E-Fahrzeuge forcieren.
  6. Anpassung der Honorare der Honorarkräfte
    Wie bereits für die Musikschule beschlossen, werden auch für die VHS zusätzlich Gelder für die Anpassung des Honorars der Honorarkräfte beantragt. Die Vergabe soll unter Berücksichtigung der Qualifikation der Kräfte und auf Grundlage eines Konzeptes erfolgen, dass die Verwaltung erstellt und das im Kulturausschuss beraten wird.
  7. Masterplan für Frechen
    Es wird beantragt, Geld für einen Masterplan für Frechen in den Haushalt 2018 einzustellen. Der mit externer Hilfe erstellte Plan soll der konzeptionellen Entwicklung der Stadt in Bereichen wie Bevölkerungsentwicklung, Schulen, Verkehr, Wohnen, Naherholung und Gewerbe dienen.
  8. Digitalisierung der Verwaltung
    Die Verwaltung arbeitet daran, Prozesse zu digitalisieren und geht dabei im Vergleich zu vielen anderen Kommunen voran. Daher wird beantragt, weitere Mittel in den Haushalt 2018 einzustellen, um in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und unter Einbeziehung der Politik ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept erarbeiten zu lassen. Bei der Analyse der Anforderungen an den digitalen Haushalt ist auch die Einführung eines Kennzahlensystems zur weiteren Verbesserung der Transparenz und Darstellungsflexibilität des Haushalts zu berücksichtigen.
  9. Relaunch der Homepage der Wirtschaftsförderung Frechen
    Die Homepage der Frechener Wirtschaftsförderung ist bis Mitte 2018 professionell zu überarbeiten und in deutscher und englischer Sprache anzubieten.
  10. Schwimmförderung für Frechener Kinder
    Die Berichte in den Medien über Badeunfälle haben auch in diesem Jahr bestätigt, dass die Schwimmfähigkeit der Kinder dringend verbessert werden muss. Dies gilt auch für Frechen. Daher sollen für die Schwimmförderung Frechener Kinder nach den vom Sportausschuss beschlossenen Kriterien in 2018 13.000 € in den Haushalt eingestellt werden.
  11. Bereitschaftsdienst Sporthallen
    Nachdem es wiederholt vorgekommen ist, dass z.B. unvorhergesehene technische Probleme die verabredete Nutzung einer Sporthalle durch die Frechener Vereine unmöglich gemacht oder zeitlich deutlich verzögert haben, weil niemand erreichbar war, um diese Probleme zu lösen, soll vorerst ein entsprechender externer Notdienst eingeführt werden.