Macht Netzwerken noch Sinn?

„Die Kernstadt Köln mit ihrem linksrheinischen Umland ist von dynamischem Wachstum geprägt. Die Stadtregion mit steigenden Zuwanderungszahlen, großen Pendlerströmen und zunehmendem Nutzungsdruck auf Siedlungs-, Wirtschafts-, Verkehrs- und Freiflächen steht vor großen Herausforderungen. Sich diesen Aufgaben kooperativ, vorausschauend und grenzübergreifend zu stellen, war der Impuls, das interkommunale Stadt Umland Netzwerk (S.U.N.) zu gründen und eine langfristige strategische Partnerschaft zu schließen“, so der Gründungsgedanke des  Stadt Umland Netzwerks.

Doch leider sieht die Realität anders aus. „Ohne Absprache beschließen Verwaltung und Rat der Stadt Köln, eine bis in das Umland greifende Verkehrsmaßnahme. Darüber bin ich immer noch maßlos enttäuscht“, sagt die Frechener CDU-Fraktionsvorsitzende Karla Palussek. Klar ist, um ein drohendes Dieselfahrverbot abzuwenden, muss Köln geeignete verkehrslenkende Maßnahmen ergreifen. Doch einfach eine Pförtnerampel beschließen und damit die Umweltprobleme in den Rhein-Erft-Kreis und Frechen zu verlagern, ist alles andere als Netzwerk. „SUN wäre meiner Meinung nach die geeignete Plattform dafür gewesen“, ist sich Palussek sicher.

„Alle Beteiligten sollten einmal darüber nachdenken, ob es so noch Sinn macht, sich in diesem Gremium zu treffen“, sagt Palussek. Die Mitglieder stecken viel Arbeitskraft und Zeit hinein, um dann wieder von Köln vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. „Wir überlegen uns derzeit, ob Frechen nicht das Stadt Umland Netzwerk verlassen sollte“, so Palussek.