Parken in der Innenstadt verbessern

Die Mobilität ist im Wandel und wird sich massiv verändern. Trotzdem wird das Auto – ob mit E-Antrieb oder Verbrennungsmotor auch in Frechen weiterhin eine große Rolle spielen. In der kommenden Sondersitzung des BVU soll über ein zukunftsorientiertes Parkraumkonzept abgestimmt werden. „Oberste Priorität hat dabei für uns, dass schnellstmöglich für die Innenstadt ein modernes Parkleitsystem eingeführt wird“, sagt der CDU-Stadtverordnete Dietmar Boomkamp.

 

Auch folgende Punkte sind aus Sicht der CDU Fraktion für die Umsetzung einer zukunftsorientierten Parkraumnutzung in der Innenstadt wichtig:

  • Bewohner- und Kurzzeitparken

 Die Nachteile der derzeitigen Regelung mit zwei Bewohnerparkzonen werden nicht behoben oder verbessert, wenn sie durch vier Zonen ersetzt werden. Zumal hier geprüft werden müsste in welchem Verhältnis die Zahl der ausgegebenen Parkausweise zur Anzahl der potentiellen Bewohnerparkplätze steht. „Wir schlagen daher vor, in der Innenstadt nur noch eine einheitliche Parkzone einzurichten“, sagt  der CDU-Stadtverordnete Gerd Franken.

In der neuen Parkzone Innenstadt sollen vor Allem wohnbereichs-nahe Plätze ausschließlich für Bewohner und weitere Stellplätze sowohl für Bewohner als auch Kurzzeit-Parker eingerichtet werden. Das Parkhaus Josefstraße und die übrigen zentralen Parkplätze sollen zukünftig überwiegend für Kurzzeit-Parker zur Verfügung stehen.

  • Parkplatz Matthiasstraße

„Die Idee, an der Matthiasstraße eine mehrstöckige Parkpalette bauen zu wollen, nehmen wir zur Kenntnis, halten dies aber momentan nicht für sinnvoll“, sagt  der sachkundige Bürger Jan-Christoph Hebig. Aufgrund von bisherigen Erhebungen ist an der Matthiasstraße derzeit noch ausreichend Platz und deshalb eine Erweiterung nicht erforderlich „Eher können wir uns vorstellen, dort so genannte Stelzenhäuser zu errichten“, schlägt Hebig vor. Durch diese Häuser kann neuer Parkraum kombiniert mit neuem Wohnraum geschaffen werden. Der Parkplatz soll für Langzeit-Parker (tagsüber von 7 bis 19 Uhr) zur Verfügung stehen, Bewohner sollen dort ohne Beschränkung parken dürfen.

  • Parkplatz „An der Synagoge“

Der im Stadtzentrum befindliche Parkplatz „An der Synagoge“ kann durch Überplanung der vorhandenen Fläche inklusive des dort vorhandenen und zu erhaltenden Spielplatzes optimiert werden. „Hier wäre ggf. zukünftig die Errichtung einer Parkpalette oder von Stelzenhäusern mit direktem Übergang zur Fußgängerzone zu prüfen“, meint  Gerd Franken.

  • Langzeitparken für Mitarbeiter der Stadtverwaltung

Die Stadt Frechen ist in der Innenstadt der größte Arbeitgeber. Derzeit finden längst nicht alle Mitarbeiter, die mit dem Auto kommen, in der Tiefgarage unter dem Rathaus einen Parkplatz. Wer keinen Platz findet, weicht auf andere Langzeitparkplätze in der Innenstadt aus. „Wir schlagen vor, in dem Bereich der derzeit wenig genutzten gebührenpflichtigen privaten Tiefgarage an der Dr.-Tusch-Straße weitere Parkplätze für städtische Mitarbeiter anzumieten“, so Dietmar Boomkamp. Als Alternative bitten wir zu prüfen, den Mitarbeitern die Möglichkeit zur Nutzung eines Jobtickets zu gewähren.

  • Parkgebühren

Aktuell sieht die CDU keine Notwendigkeit für die Einführung von Parkgebühren.

Die CDU Fraktion hat deshalb für den BVU folgendes beantragt:

  1. das vorgelegte Parkraumkonzept Frechen in der bisherigen Fassung als Grundlage für mögliche Maßnahmen zu sehen. Diese Maßnahmen sind jedoch im Einzelnen vor der Umsetzung den zuständigen Ausschüssen zur Beratung vorzulegen.
  2. die Verwaltung zu beauftragen, die oben vorgeschlagenen Maßnahmen auf ihre zeitliche und finanzielle Umsetzbarkeit zu prüfen und in einer der nächsten Sitzungen wieder vorzustellen.

 „Ein effizientes Parkraumkonzept wird auch die Innenstadt und die Fußgängerzone weiter beleben“, ist sich die CDU-Fraktionsvorsitzende Karla Palussek sicher.