Sporthallen mit Defibrillatoren ausstatten

Manchmal sind es nur wenige Minuten, die über Leben und Tod entscheiden. Nämlich dann, wenn ein Herz eine lebensgefährliche Rhythmusstörung hat. Dann ist es gut, wenn ein Defibrillator in der Nähe ist. Der stellt bei einem Notfall mittels Elektroschocks den normalen Herzrhythmus wieder her. Und er ist auch von medizinischen Laien zu bedienen.

„Wir halten es deshalb für sinnvoll die Sporthallen in Frechen mit mobilen automatischen Defibrillatoren auszustatten“, sagt der CDU-Stadtverordnete Gerd Koslowski. Darüber hinaus soll geprüft werden, in welchen öffentlichen Gebäuden Defibrillatoren bereits vorhanden sind und wo gegebenenfalls eine Anschaffung zu empfehlen ist. Außerdem wird die Stadt gebeten, zu klären, ob es Fremdfinanzierungsmöglichkeiten gibt. „Stiftungen wie die Björn-Steiger-Stiftung, der Deutsche Sportbund oder lokale Sponsoren könnten die Anbringung der Defis in den Sporthallen finanzieren“, sagt Koslowski.

Studien haben gezeigt, dass Defibrillatoren die Überlebenschance von Menschen bei Herzstillstand signifikant steigern können. Jede Minute, in der keine Behandlung eines Herzstillstands erfolgt, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um 10 Prozent. Defibrillatoren können auch von nicht medizinisch geschulten Menschen risikofrei angewandt werden. Die Deutsche Ärztekammer empfiehlt deshalb die Nutzung von AED-Geräten. AED steht für automatischer externer Defibrillator.

„Angesichts der demographischen Entwicklung steigt die Zahl älterer Menschen in den Frechener Sportstätten, die sich durch Sport fit halten oder Rehabilitationssport betreiben“, so die Meinung der CDU. Aber auch bei jüngeren Sportlern sind nicht erkannte Herzerkrankungen nicht auszuschließen. Wenn in allen Sporthallen mobile und automatische Defibrillators verfügbar sind, erhöhen sich die Überlebenschancen im Falle eines Herzkammerflimmerns oder Herzstillstands erheblich.