Okt 13

Verkehrslärm auf der Aachener Straße reduzieren

a-4-bau-l361Es ist eine gute Nachricht für die Königsdorferinnen und Königsdorfer – die lang ersehnte „Ortsumgehung“ rückt näher. Seit Jahrzehnten hat sich die CDU für die die L 361n und die Autobahnauffahrt eingesetzt. Nun laufen die vorbereitenden Arbeiten. 2017 soll endlich mit dem Bau der L 361 n begonnen werden. Ebenso hartnäckig fordern die Königsdorfer Christdemokraten dazu auf, etwas gegen den Verkehrslärm auf der Aachener Straße zu unternehmen.

Wenn die neue Ortsumgehung kommt, rechnen Verkehrsplaner damit, dass täglich 10.000 Fahrzeuge weniger durch den Stadtteil fahren werden. „Das sind aber trotzdem noch 13.000 Autos, die pro Tag über die Aachener Straße fahren und hier muss rechtzeitig geplant werden“, fordert der CDU-Stadtverordnete und Ortverbandsvorsitzende Stefan Hoss. In der vergangenen BVU-Ausschuss-Sitzung wurde der Entwurf des Lärmaktionsplan der Stufe II und das Gutachten zur Lärmbelästigung vorgestellt.

„Frechen ist in vielen Stadtteilen massiv durch Lärm aus Schienen- und Straßenverkehr betroffen, deshalb ist die Stadt zur Aufstellung eines Lärmaktionsplans verpflichtet“, sagt Hoss. Die gesundheitliche Belastung durch Lärm darf nicht unterschätzt werden. Die EU-Kommission schätzt, dass etwa ein Fünftel der europäischen Bevölkerung von deinem Lärmpegel betroffen ist, der deutlich über 65 db (A) liegt und damit gesundheitsgefährdend ist.

Entwurf Lärmschutzplan liegt aus

aachener1Der Entwurf liegt nun öffentlich aus. Jeder kann seine Bedenken und Ideen mit einbringen. Und im Dezember soll der Lärmaktionsplan beschlossen werden. Besonderen Handlungsbedarf sieht der Plan für den Bereich um die Aachener Straße vor. Die CDU-Königsdorf hat sich schon frühzeitig mit dem Lärmproblem befasst und sieht sich durch den Entwurf des Lärmaktionsplan bestätigt. „Als kurzfristig wirksame und relativ kostengünstige Maßnahme wird zur Lärmreduzierung eine abschnittsweise Verkehrsberuhigung auf der Aachener Str. zwischen Kreisverkehr Brauweilerstr. und Durchgang Zeisigweg auf 30 km/h vorgeschlagen“, so Stefan Hoss. Zusätzlich könnten an den Knotenpunkten Friedrich-Ebert-Str. und Paulistr. Kreisverkehre gebaut werden.

Weitere Überlegungen des CDU-Ortsverbandes sind u.a. Schutzstreifen für Radfahrer auf der Straße sowie gepflasterte Mittelstreifen, um die Straßenbreite optisch zu verengen. „Wir möchten dazu die Königsdorfer mit ins Boot holen und mit ihnen über mögliche Verkehrsberuhigungen sprechen“, sagt Hoss. Denn es ist wichtig, die Bürger vor Lärm zu schützen, die Lebensqualität entlang der Aachener Straße zu verbessern, auch wenn das zu geringfügig längeren Fahrzeiten führt. Der Lärmschutzplan sieht aber auch Maßnahmen für den vielbefahrenen innerstädtischen Freiheitsring und für Bachem vor.

Auch außerhalb der Stadtteile muss der Verkehrslärm deutlich reduziert werden, fordert die CDU schon seit längerem. Zum Beispiel durch Tempolimits auf der A 4. „Ich könnte mir vorstellen, dass die Autos zwischen der Anschlussstelle Frechen Nord und der geplanten Anschlussstelle Königsdorf tagsüber 120 km/h und nachts lediglich 100 km/h fahren dürfen“, so Hoss. Und bei Bachem soll die geplante Lärmschutzwand entlang der A 1 endlich in Angriff genommen werden.