Jan 02

Verkehrslärm belastet Frechener Stadtteile

Frechen profitiert von der guten Verkehrslage und der hervorragenden Anbindung an das Autobahnnetz. Doch der Verkehr nimmt – so Prognosen verschiedener Verbände und Institutionen – künftig weiter zu und damit auch die Lärmbelastung für die Stadtteile, die unmittelbar an den Autobahnen liegen, z. B. Königsdorf an der A 4 und Bachem an der A 1. Schon jetzt ist es in einzelnen Wohngebieten so laut, dass längst zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen hätten getroffen werden müssen.

„Um die Bachemerinnen und Bachemer vor dem Verkehrslärm am meistbefahrensten Autobahnkreuz Europas zu schützen, sollten dringend die bereits seit langem in der Umsetzung befindlichen Lärmschutzwände aufgestellt und ein Tempolimit eingerichtet werden“, sagt die CDU-Ortsverbandsvorsitzende Sylvia Knecht. Sie hat sich über den Landtagsabgeordneten der CDU, Frank Rock, an Landesverkehrsminister Hendrik Wüst gewandt, mit der Bitte, für Bachem endlich geeignete Schutzmaßnahmen einzuleiten. Die Bachemer CDU ist nicht länger bereit, unbrauchbare, veraltete Messwerte als Grundlage für weitere Untätigkeit zu akzeptieren.

Wüst versprach in seinem Antwortschreiben, die Lärmwerte neu berechnen zu lassen. „Lärmmessungen sind tatsächlich nicht verwertbar“, so der Minister, weil diese durch wechselnde, nicht beeinflussbare Parameter wie Windstärke und –richtung sowie Verkehrsstärke beeinträchtigt werden können. „Demgegenüber basieren Berechnungen  immer auf gleichen Annahmen“. Diese Berechnungen sollen nun erfolgen. Wüst versprach auch, dass „die Umsetzung der Lärmsanierungsmaßnahmen für die Ortschaft Bachem ab 2018 sukzessive vorgesehen sind und umgesetzt werden sollen“. Gleuel und Hürth sind in das Verfahren ebenfalls involviert.

Außerdem hat der Verkehrsminister einen Prüfauftrag an die Bezirksregierung weitergeleitet mit der Bitte, eine Geschwindigkeitsreduzierung auf der A 1, für den Zeitraum bis zum Abschluss der Baumaßnahmen (für den Lärmschutz), zu prüfen. „Seit Jahren haben wir mehr Ruhe für Bachem gefordert, ich hoffe, dass der schon seit langem versprochene Lärmschutz in 2018 endlich kommt“, so Sylvia Knecht.