Jan 30

Zu viel Lärm durch die Autobahnen

Frechen Lärm nFrechen profitiert von der guten Verkehrslage und der hervorragenden Anbindung an das Autobahnnetz. Doch der Verkehr nimmt immer mehr zu und damit auch die Lärmbelastung. Besonders laut ist es für Anwohner, die in der Nähe der Autobahnen wohnen. In Frechen sind die Stadtteile Habbelrath, Königsdorf und Buschbell/Hücheln entlang der A 4 sowie Bachem an der A 1 besonders stark betroffen. „In den Wohngebieten der genannten Stadtteile wird der, in den Richtlinien für den Verkehrslärmschutz an Bundesfernstraßen (VLärmSchR 97), festgelegte Auslösewert von 67/57 dB (A) deutlich überschritten“, sagt der Fraktionsvorsitzende der CDU Frechen, Cornel Lindemann-Berk. Das heißt, in den Wohngebieten entlang der Autobahn ist es so laut, dass zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden müssen.

Bis der Bund jedoch sinnvolle Lärmschutzwände an der A 1 und der A 4 bauen wird, wird es noch dauern. Die CDU Frechen wünscht sich aber eine kurzfristige Lösung. „Ein gutes Mittel, die Lärmbelastung deutlich zu senken, wäre ein Tempolimit. Das wurde ja bereits erfolgreich in Wesseling an der A 555 eingeführt“, so Lindemann-Berk. Für die A 4 schlägt die CDU vor, könnte das Tempolimit zwischen der Brücke der L 277 bei Habbelrath bis zur Anschlussstelle Frechen-Nord gelten und auf 120 km/h festgelegt werden. „Nachts sollte die Geschwindigkeit sogar auf 100 km/h abgesenkt werden“, sagt Lindemann-Berk. Außerdem sollte geprüft werden, ob die vorhandene Lärmschutzwand nicht ertüchtigt werden kann.

Eine ähnliche Situation gibt es bei Frechen-Bachem. Hier sollte ebenfalls ein Tempolimit eingerichtet werden, und zwar zwischen dem Autobahnkreuz Köln-West und der Anschlussstelle Gleuel. Darüber hinaus werde bereits eine Lärmschutzwand bei Bachem geplant, heißt es in einem Schreiben aus der NRW-Staatskanzlei an den CDU-OV Bachem. „Hier würde uns interessieren, welcher Bereich des Stadtteils durch diese Lärmschutzwand geschützt werden soll“, fragt sich CDU-Ratsmitglied Dr. Sylvia Knecht. Die Fragen und Anregungen hat die CDU-Fraktion an die Bürgermeisterin Susanne Stupp gerichtet, und darum gebeten, diese an die zuständigen Behörden weiterzuleiten.