Die Zukunft hat begonnen

Bundestag und Bundesrat haben das Kohleausstiegs- und das Strukturstärkungsgesetz verabschiedet. „Uns erwartet nun – um es mit den Worten unseres Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier zu sagen – ein historisches Generationenprojekt“, sagt die Frechener CDU-Fraktionsvorsitzende Karla Palussek. Denn mit der Entscheidung geht in Deutschland das fossile Zeitalter unwiderruflich zu Ende. Schon in diesem Jahr sind die Auswirkungen des Kohleausstiegs im Kreis spürbar. Ende des Jahres wird in Bergheim-Niederaußem der erste Kraftwerksblock im rheinischen Revier abgeschaltet. Bereits Ende 2022 wird die Brikettierung in Frechen geschlossen.

„Hunderte Menschen arbeiten in Wachtberg und in der Hauptwerkstatt in Grefrath. Für die wegfallenden Arbeitsplätze muss adäquater Ersatz geschaffen werden“, so Palussek. Wir müssen jetzt die Chancen, die im Strukturwandel liegen, auch nutzen. Bürgermeisterin Susanne Stupp und die Verwaltung haben bereits drei Projekte angestoßen, um unter anderem neue Arbeitsplätze zu schaffen. Da ist zum einen der Projektvorschlag HW@HW. Dahinter verbirgt sich ein Handwerkerhof möglicherweise in Verbindung mit einem Innovationszentrum Handwerk. Der könnte auf einer gewerblich zu nutzenden Fläche direkt neben der RWE-Hauptwerkstatt in Grefrath entstehen.

Zukunftsprojekte angehen

Weitere Vorschläge seitens der Verwaltung sind das Kreativquartier Grube Carl und EVA (Entwickeln, Verbinden, Anbinden). Aus dem Kreis kommt der Vorschlag, die Stadtbahnlinie 7 über Frechen hinaus bis Kerpen zu verlängern. „Mobilität ist einer der wichtigsten Zukunftsthemen. Und die verlängerte Linie 7 ein erster Baustein“, sagt der CDU Stadtverbandsvorsitzende, Kreistagsabgeordnete und Stadtverordnete Thomas Okos. Der öffentliche Nahverkehr in Frechen und den Nachbarstädten werde attraktiver. „Für die künftige Entwicklung der Stadtteile Grube Carl, Habbelrath und Grefrath wäre die Anbindung ans Schienennetz ein großer Standortvorteil“, so Okos. Die CDU Frechen begrüßt die Projektideen ausdrücklich.

„Doch das darf nur der erste Schritt sein, den attraktiven Wirtschaftsstandort Frechen weiter zu entwickeln“, so Okos. Bis zum endgültigen Kohleausstieg 2038 ist noch ein weiter Weg. Und da müssen noch zahlreiche Projekte an den Start gebracht werden, in vielen Themenfeldern wie Energie, Industrie, Innovation, Bildung, Mobilität und vor allem Lebensqualität. „Die CDU wird den Strukturwandel aktiv begleiten und vor allem darauf achten, dass die Fördergelder sinnvoll eingesetzt werden“, sagt Karla Palussek.