Widerstand gegen Pläne der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn (DB) will nach 30-jähriger Laufzeit den Pachtvertrag mit der Stadt Frechen für die Park+Ride-Plätze an der Nord- und Südseite des S-Bahnhofs Königsdorf zum nächstzulässigen Termin kündigen. Die DB plant, die Anlagen ab Herbst dieses Jahres zu übernehmen und künftig „monetär bewirtschaften“ zu lassen. Das geht jetzt aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung an den Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauleitung hervor.

„Wir sind empört über die Pläne der Bahn und werden uns entschieden dagegen zur Wehr setzen“, sagt Stefan Hoss, Vorsitzender der CDU-Königsdorf, zugleich Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss Bauen, Verkehr und Umwelt (BVU). „Das ist das Gegenteil dessen, wofür die CDU sich im Interesse Königsdorfs immer eingesetzt hat, nämlich zusätzliche kostenlose Parkplätze auf der Südseite (Augustinusstraße) durch den Bau einer Parkpalette, die in Form eines Stelzenhauses zudem gewerblich oder wohnlich genutzt werden könnte. Die Finanzierung könnte über ein Investorenmodell erfolgen. Für die Instandsetzung der Parkfläche an Nordseite (Aachener Straße) haben wir zudem bereits Gelder in den Haushalt einstellen lassen. Auch den Ausbau der Bike & Ride – Anlage inklusive Ladestation für e-Fahrräder hatten wir vorgesehen. Die Pläne der Bahn stellen das umfassende Gesamtkonzept einer Mobilitätsdrehscheibe in Frage und sind aus unserer Sicht verkehrspolitisch und ökologisch nicht zu verantworten.“

Die CDU-Königsdorf und die Königsdorfer CDU-Stadtverordneten Stefan Hoss, Thomas Koppers, Gerd Koslowski und Angelika Münch sowie der Kreistagsabgeordnete Thomas Okos kündigten umgehend die Unterstützung einer Unterschriftenaktion gegen die Pläne der Deutschen Bahn an. „Wir werden die Königsdorfer Bürgerinnen und Bürger bitten, unseren Widerstand gegen das Vorhaben der Deutschen Bahn zu unterstützen. Wer den Umstieg der Menschen vom Auto auf die Schiene im Sinne von Klimaschutz, Feinstaubreduzierung und Verkehrswende möchte, der sollte sich klar gegen das Bewirtschaftungskonzept der DB aussprechen“, appelliert Hoss an die Königsdorfer. Die Petition kann unter folgender Adresse unterschrieben werden: https://www.openpetition.de/!bahnhof

Aus einer aktuellen Nutzerbefragung des Rhein-Erft-Kreises geht hervor, dass rund 50 Prozent der Parker am Bahnhof nicht aus Königsdorf kommen. Viele dieser Autofahrer würden voraussichtlich wegen der Parkgebühren in benachbarte Anliegerstraßen ausweichen oder den Parkdruck am P&R Weiden-West weiter erhöhen. Folge des DB-Konzepts ist demnach eine unkalkulierbare Verdrängung des Individualverkehrs statt das Umsteigen auf die Bahn zu fördern.

Die CDU-Stadtverordneten werden ihren Protest in den anstehenden Sitzungen des Planungsausschusses und des BVU zum Ausdruck bringen und dabei auch der Bürgermeisterin Susanne Stupp und dem Technischen Beigeordneten Robert Lehmann den Rücken stärken. Beide hatten sich in einem Brief an die Deutsche Bahn enttäuscht über die Ankündigungen gezeigt und weitere Gespräche gefordert.

Die CDU Königsdorf begrüßt den Appell der Frechener Bürgermeisterin an die Deutsche Bahn, der Stadt die Flächen wie erhofft zum Kauf oder zur längerfristigen Pacht anzubieten, zumindest aber weiterhin die unentgeltliche Nutzung der P+R -Plätze zu ermöglichen. Außerdem hat der Ortsverband die CDU-Landtagsabgeordneten Romina Plonsker und Frank Rock sowie den Bundestagsabgeordneten Dr. Georg Kippels über die Pläne der Bahn informiert und um Unterstützung gebeten.

„Wir haben uns jahrelang für den Ausbau des Park+Ride-Platzes, mehr Fahrradstellplätze, bessere Beleuchtung der Anlage eingesetzt. Gerade erst im Februar war der Förderbescheid der Nahverkehr Rheinland dafür eingegangen, der Ausbau der Südseite soll noch in diesem Jahr starten“, erklärt Hoss. „Unsere Idee, den S-Bahnhof Königsdorf nachhaltig zu einer innovativen Mobilitätsdrehscheibe zu gestalten, wird durch die Pläne der DB torpediert. Wir wünschen uns jetzt einen offenen, konstruktiven Austausch und fordern zu einem Runden Tisch auf – mit Deutscher Bahn, Nahverkehr Rheinland, Stadtverwaltung und allen politischen Parteien in Frechen.“



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