Stadtbahnlinien ausbauen und verlängern

„Nächster Halt Habbelrath!“ So könnte in Zukunft eine Durchsage in der Linie 7 lauten. Dann nämlich, wenn die Idee umgesetzt wird, die Linie 7 entsprechend zu verlängern. Die Landesregierung prüft derzeit, ob eine Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der Bahn im Rahmen des Sofortprogramms gefördert werden soll.

In der Studie werden drei mögliche Trassenverläufe geprüft. „Wir von der CDU Frechen setzen uns für eine Verlängerung der Linie 7 über Grube Carl, Grefrath und Habbelrath ein“, sagt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende, Stadtrat und Kreistagsmitglied Thomas Okos. Damit werden die drei Stadtteile direkt ans Schienennetz angebunden. Darüber hinaus sprechen auch die ökologischen Aspekte für einen Umstieg auf die Schiene. „Außerdem bietet das zusätzliches Potential zur Weiterentwicklung der Stadtteile“, so Okos.

Modernes Finchen

Parallel sollte geprüft werden, ob die Linie 7 nicht über die bestehende HGK-Trasse durch die Innenstadt geführt werden kann. „Diese Trasse liegt in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt, die Fußgängerzone bleibt damit weiterhin gut erreichbar“, sagt die CDU-Fraktionsvorsitzende und Stadtverordnete Karla Palussek. Die Bahnen könnten dann zwischen Benzelrath und Frechen-Bahnhof zügiger und in einer höheren Taktfrequenz unterwegs sein.

Auch die Innenstadt soll weiter per Bahn erreichbar sein, durch eine neue innerstädtische Linie. „Ein modernes Finchen beispielsweise“, so Palussek. Diese Frechener Stadtbahn pendelt dann zwischen Benzelrath und Bahnhof auf historischen Spuren aber hochmodern. „Möglicherweise ja auch komplett autonom“.

Linie 1 nach Königsdorf

„Wir sollten aber im Rahmen des Strukturwandels und dem damit verbundenen Ausbau des ÖPNV die Chance nutzen, auch andere Frechener Stadtteile ans Stadtbahnnetz anzuschließen“, schlägt Okos vor. Schon jetzt nutzen viele Frechener die Möglichkeit in Weiden-West in die Stadtbahnlinie 1 einzusteigen. Auch hier sollte über eine Verlängerung ins Frechener Stadtgebiet nachgedacht werden, findet die CDU.

Hier sind zwei Varianten vorstellbar: Einmal eine Verlängerung bis an den Mühlenweg in Königsdorf. Oder die Linie 1 wird über die Bonnstraße verlängert, mit Anschlüssen ans Krankenhaus, dem Gewerbegebiet Europaallee und dem Bahnhof Frechen. „Wir bitten die Verwaltung, unsere Ideen auch mit der Kreisverwaltung, der Wirtschaftsförderung und der REVG zu beraten“, sagt Palussek.