Bauland mobilisieren – Wohnraum schaffen – Spekulationen entgegenwirken
Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Frechen hat zur kommenden Ratssitzung am 02.06.2026 einen Antrag zur Prüfung der Einführung der Grundsteuer C eingebracht. Ziel ist es, bislang unbebaute Grundstücke stärker in den Fokus zu nehmen und Anreize für eine zeitnahe Bebauung zu schaffen.
Die Initiative wird aus den Reihen der CDU-Fraktion angestoßen. Ratsmitglied und stellvertretende Bürgermeisterin Karla Palussek hatte die Anregung eingebracht, die Möglichkeiten der Grundsteuer C auch für Frechen durch die Verwaltung prüfen zu lassen.
„Gerade in einer wachsenden Stadt wie Frechen brauchen wir verfügbaren Wohnraum. Es kann nicht dauerhaft sinnvoll sein, baureife Grundstücke über Jahre hinweg, nicht zu Wohnzwecken zu nutzen“, erklärt Karla Palussek „Die Grundsteuer C ist ein Instrument, um Eigentümer zur Bebauung oder zum Verkauf solcher Flächen zu motivieren.“
Mit der Grundsteuerreform wurde den Kommunen seit dem 01.01.2025 die Möglichkeit eröffnet, mit der Grundsteuer C für baureife unbebaute Grundstücke einen gesonderten und erhöhten Hebesatz festzulegen. Damit sollen Eigentümer von baureifen Grundstücken zu Bebauung oder zum Verkauf an Bauinteressenten motiviert werden.
Der Antrag der CDU-Fraktion sieht vor, dass die Verwaltung für die Einführung der Grundsteuer C, die betroffenen Grundstücksgruppen definiert und die finanziellen Auswirkungen auf den städtischen Haushalt darstellt.
Prof. Dr. Sylvia Knecht, Ratsmitglied – betont: „Wir wollen alle verantwortungsvollen Möglichkeiten prüfen, um zusätzlichen Wohnraum in Frechen zu schaffen. Die Grundsteuer C kann dazu beitragen, vorhandene Potenziale besser zu nutzen und die Baulandmobilisierung zu stärken. Wichtig ist uns dabei eine sachliche Prüfung mit Augenmaß.“
Die CDU-Fraktion sieht in der Prüfung der Grundsteuer C einen weiteren Baustein einer vorausschauenden Stadtentwicklungspolitik. Dabei gehe es ausdrücklich nicht um zusätzliche Belastungen für bebaute Wohngrundstücke, sondern um den gezielten Umgang mit baureifen, dauerhaft unbebauten Flächen.
„Frechen braucht eine ausgewogene Entwicklung mit bezahlbarem Wohnraum für Familien, junge Menschen und Senioren. Deshalb sollten wir vorhandene Instrumente verantwortungsvoll prüfen und nutzen“, so Prof. Dr. Sylvia Knecht abschließend.
