CDU Frechen fordert Prüfung alternativer Verkehrsführung für das Neubaugebiet Grube Carl

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Frechen setzt sich für eine verträgliche Verkehrsführung rund um das geplante Neubaugebiet Grube Carl ein. Für die Sitzungen des Verkehrs-, Umwelt- und Klimaausschusses sowie des Ausschusses für Stadtentwicklung beantragt sie die Prüfung alternativer Verkehrsführungen sowohl für den Baustellenverkehr als auch für die spätere dauerhafte Anbindung des neuen Wohngebietes.

Hintergrund sind die Sorgen vieler Anwohnerinnen und Anwohner, insbesondere im Bereich der Rosmarstraße, dass die geplante Erschließung während der Bauphase zu einer erheblichen zusätzlichen Verkehrsbelastung führen könnte. Die CDU möchte deshalb mögliche Alternativen untersuchen lassen.

Die CDU bekennt sich ausdrücklich zur Schaffung dringend benötigten Wohnraums in Frechen. Voraussetzung ist jedoch, dass die verkehrliche Erschließung für die Anwohnerinnen und Anwohner verträglich gestaltet wird.

Neben einer Entlastung der Anwohnerschaft soll auch geprüft werden, ob eine langfristig leistungsfähigere Anbindung des Neubaugebietes geschaffen werden kann. Ziel ist es, Verkehrsströme sinnvoll zu lenken, bestehende Hauptverkehrsachsen zu entlasten und spätere Konflikte möglichst zu vermeiden.
„Wir nehmen die Hinweise und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst. Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung müssen Verkehrsfragen frühzeitig und vorausschauend mitgedacht werden. Deshalb wollen wir prüfen lassen, welche Alternativen es gibt, um die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten“, erklärte Stefan Hoss, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Frechen.
„Wir brauchen neuen Wohnraum in Frechen. Ebenso wichtig ist aber, dass Wachstum und Lebensqualität zusammen gedacht werden. Eine gute Verkehrsplanung ist dafür eine wesentliche Voraussetzung“, ergänzte Karla Palussek, Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Strukturwandel und Bauen.
Die CDU betont, dass es sich bewusst um einen Vorschlag handelt.
Die CDU spricht sich dafür aus, alle realisierbaren Erschließungsoptionen in die Prüfung einzubeziehen, einschließlich Kosten, Umsetzbarkeit und rechtlicher Rahmenbedingungen zu bewerten und den politischen Gremien zur Beratung vorzulegen. Neben den im Antrag dargestellten Möglichkeiten sollen auch weitere langfristige Erschließungsoptionen – beispielsweise über den Rosmarweg in Richtung Habbelrath nach einer Erneuerung der Brücke über der Nord-Süd-Bahn – in die Betrachtung einbezogen werden. Ziel bleibt eine leistungsfähige Verkehrsanbindung, die sowohl dem neuen Wohngebiet als auch den berechtigten Interessen der bestehenden Anwohnerschaft gerecht wird.

Eine vorausschauende Verkehrsplanung kann dazu beitragen, die Akzeptanz des Neubaugebietes zu erhöhen und gleichzeitig die Lebensqualität der bestehenden Wohngebiete zu sichern.